Konzepte

Konzepte

Methodenkonzepte

Mit den folgenden Buttons können Sie die Übersicht der einzuführenden Methoden für die jeweiligen Klassenstufen herunterladen:

Didaktisches Konzept der Oberschule Lüchow „Jahrgangsteams“ 

Vorwort 

Schule als Institution ist geprägt durch den ständigen gesellschaftlichen Wandel und muss sich immer wieder neuen pädagogisch – didaktischen Herausforderungen, wie z.B. inklusivem Unterricht, Deutsch als Zweitsprache, Umgang mit Medien usw. stel-len. Die Oberschule Lüchow als weiterführende Schule soll als attraktiver Lebens- und Lernraum wahrgenommen werden. SchülerInnen, Lehrkräfte und MitarbeiterInnen sol-len sich hier wohlfühlen. Schulleben findet in einer Atmosphäre von Respekt und Freundlichkeit statt. (siehe Leitbild der Jeetzel-Oberschule 2013). 

Ziel ist es, eine Schule zu entwickeln, die den Schülerinnen und Schülern Fach- und Methodenkompetenz sowie Eigenverantwortung und Selbstständigkeit in Bezug auf den eigenen Lernprozess vermittelt. Unter dem Motto „Gemeinsam lernen und sich individuell entwickeln“ soll ein Umfeld geschaffen werden, in dem Schülerinnen und Schüler lernen, mit Unterschieden zu leben, indem sie die nötige Toleranz, soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit für ein Leben in einer pluralistischen Gesell-schaft erwerben. 

Diesen Herausforderungen wollen wir uns gerne unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das Schulgesetz stellen. Das bestehende Konzept von 2014 wurde 2020 evalu-iert, 2021 überarbeitet und muss auch in Zukunft immer wieder angepasst werden. 

Tragende Säulen des vorliegenden Konzepts sind 

1. Rahmenbedingungen 

2. Kooperation und Teamarbeit 

3. Unterrichtskonzept 

4. Fächerübergreifend 

5. Schulsozialarbeit 

1. Rahmenbedingungen 

Jedem Jahrgang sind in der Schule räumliche Bereiche zugeordnet. Die einzelnen Klassen beziehen einen eigenen Klassenraum und gestalten diesen gemeinsam nach ihren Vorstellungen, denn er ist ihre Lernumgebung für die nächsten Jahre. 

Die Schülerinnen und Schüler einer Klasse werden in der Regel von zwei Klassen-lehrerInnen (=Tandem) pädagogisch und fachlich begleitet. Ein Jahrgangsteam setzt sich aus den KlassenlehrerInnen und weiteren im Jahrgang unterrichtenden Lehrkräf-ten zusammen und sollte mindestens über zwei Jahrgänge möglichst stabil bleiben. Dadurch können Lehrerinnen und Lehrer des Teams eine sehr intensive Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern aufbauen und deren Entwicklung besser begleiten. 

Lernende mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf werden je nach Anzahl in einer bzw. zwei Klassen beschult. In diesen Klassen bilden eine Regelschullehrkraft und eine Förderschullehrkraft gemeinsam ein Tandem. 

Eine weitere Maßnahme stellen die Schuleigenen Arbeitspläne (schulinterne Cur-riculum) dar. In ihnen werden die Kenntnisse und Fertigkeiten sowie die zu erwarten-den Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler mit den fachlichen Inhalten des je-weiligen Unterrichtsfaches verknüpft. Sie dienen den Tandems (wie auch dem 

Jahrgangsteam insgesamt) als Grundlage, um den Umfang des zu vermittelnden In-halts sowie die Kompetenzen, welche die Schülerinnen und Schüler am Ende der Dop-peljahrgangsstufe erreicht haben sollten, bestimmen zu können. 

2. Teamarbeit und Kooperation 

Am ersten Montag jeden Monats findet eine allgemeine Dienstbesprechung statt. 

Das Konzept „Jahrgangsteam“ steht dafür, dass eine geringe Anzahl von Lehrerinnen und Lehrern für das fachliche Lernen und die persönliche Entwicklung einer Jahr-gangsstammgruppe verantwortlich sind. Sie decken, bis auf kleine Ausnahmen, den kompletten Unterricht in diesem Jahrgang ab. Hierzu zählt auch fachfremder Unter-richt und das Anbieten von Wahlpflichtkursen. 

Dadurch ist gewährleistet, dass die notwendige Kommunikation im Jahrgang leichter stattfinden kann und hilft Pläne und Absprachen im Team besser umzusetzen. z.B. die Vorbereitung der pädagogischen Arbeit (Elternabende, Projektarbeit, Unterrichtspla-nung etc.). Im 2. Halbjahr Klasse 5 beginnt die Leseförderung „Lesen macht stark“ bis einschließlich 1. Halbjahr Klasse 6. Die Jeetzel-Oberschule ist seit 2020 Projektschule im Bereich Leseförderung „Lesen macht stark“. Die zuständigen Koordinatorinnen sind Frau Orschulko und Frau Reuschel-Hilmer. 

Da fachfremder Unterricht nicht immer vom Jahrgangsteam allein geleistet werden kann, wird es zusätzlich von wenigen Fachlehrkräften unterstützt, z.B. für Sport. Auch hier soll Kontinuität gewährleistet werden. 

Die Lehrkräfte eines Jahrgangsteams sollen sich regelmäßig austauschen. Dies ge-schieht in Eigenverantwortung und dient der Koordination und Kooperation. 

Zum Austausch über mögliche Teamsitzungen hinaus dient das IServ-System der Schule. Hier sind die Jahrgangsteams als Gruppe angelegt und es gibt Jahrgangsord-ner für den Austausch der Unterrichtsmaterialien. 

Übergabegespräche mit den Grundschullehrkräften finden bis zu den Herbstferien im Jahrgang 5 statt. 

Im Jahrgang 5 findet wöchentlich ein Block MuKuBi (musikalisch-künstlerische Bil-dung) statt. Hier gibt es auch eine Kooperation mit der Musikschule Lüchow-Dannen-berg. Die Schülerinnen und Schüler haben hier die Möglichkeit das Spielen von Instru-menten (E-Gitarre, Keyboard oder Schlagzeug) zu lernen. Im Jahrgang 6 wird das MuKuBi-Band durch das Fach „Fördern und Fordern“ abgelöst. Hier sollen die Ler-nenden möglichst individuell in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik, je nach Leistungsstand, gefördert oder gefordert werden. Auch fachliche und überge-ordnete Kompetenzen werden hier weiter vertieft. Das Tandem / Jahrgangsteam teilt die Schüler in Förder- und Fordergruppen ein. 

Eine Hausaufgabenbetreuung findet ein- oder zweimal die Woche am Montag und / oder Donnerstag in einer AG statt. Eltern können ihre Kinder für ein Halbjahr dort an-melden. 

3. Unterrichtskonzept 

Das Unterrichtskonzept ermöglicht das eigenverantwortliche Lernen der Schülerin-nen und Schüler, verbessert ihre Selbsteinschätzung und leistet einen Beitrag zur Stei-gerung ihrer Sozialkompetenz. Geeignete Methoden sind z.B. das Lernen an Statio-nen, die Lerntheke, differenzierte Arbeits- und Wochenpläne (Methodenkonzept)

Um an das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler sowie an deren bereits vorhan-denen Fähig- und Fertigkeiten anknüpfen und fördern zu können, bedarf es der Diag-nose. Diese stützt sich zum einen auf Lernstandfeststellungen, die in den Hauptfä-chern unter Verwendung verbindlicher Tests durchgeführt werden und zum anderen auf Diagnosegespräche. 

Damit die Durchlässigkeit bzgl. der Schulformen gewährleistet ist, muss sich das Jahr-gangsteam auf eine einheitliche Umsetzung der Förderung von Basiskompeten-zen, wie u.a. Mappenführung und Organisation des Arbeitsplatzes, einigen. Hierzu zählt auch die einheitliche Bewertung anhand von gemeinsam erstellten Kriterien bei der Erstellung von Plakaten, Power-Point-Präsentationen, etc., nach Vorgaben der Fachkonferenz. Dabei ist eine einheitliche Absprache erwünscht. 

Wichtig ist innerhalb des Jahrgangs inhaltlich parallel zu arbeiten. Daraus resultiert auch, dass die Klassenarbeiten in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Eng-lisch möglichst parallel geschrieben werden. Dies ist nicht nur entlastend für die Lehr-kräfte, sondern es ermöglicht auch den Lernenden klassenübergreifend außerhalb des Unterrichts gemeinsam zu lernen. 

Ab Jahrgang 6 findet eine innere Fachleistungsdifferenzierung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik statt. Nach festgelegten Kriterien werden die Ler-nenden in den Grundkurs oder Erweiterungskurs vom Fachlehrer eingeteilt. Ein Wech-sel kann im Halbjahr (nach den Zeugnissen) erfolgen. Die Eltern werden über die Ein-teilung schriftlich informiert. Ab Jahrgang 7 werden die Schülerinnen und Schüler in Haupt- und Realschulklassen aufgeteilt, basierend auf dem Leistungsstand (Kurszu-teilung und Notendurchschnitt) Ende Klasse 6. 

Ab Klasse 9 findet Mathematik und Englisch nach Beschluss der Fachkonferenz in der Hauptschulklasse mit äußerer Differenzierung, aber innerhalb des Klassenverbands statt. 

4. Fächerübergreifend 

Sozialtraining findet klassenintern in Form von Lions Quest und dem Klassenrat statt. Hierfür sind zwei Stunden pro Woche beim Klassenlehrer vorgesehen. Darüber hinaus steht den Jahrgängen ein Schulsozialarbeiterteam zur Verfügung (siehe Punkt 5). 

Pro Doppel-Jahrgang (5/6, 7/8, 9/10) ist eine mehrtägige Klassenfahrt vorgesehen. Ende Jahrgang 9 oder Anfang Jahrgang 10 findet eine Abschlussfahrt statt. (Klas-senfahrtskonzept) 

Rituale sind auf der einen Seite Regeln, auf der anderen Seite etwas immer Wieder-kehrendes, an dem man sich – im Laufe der Schulwoche, des Schuljahres oder auch der gesamten Schulzeit – orientieren kann. 

Ebenso findet zu Beginn eines neuen fünften Schuljahres für den gesamten Jahrgang eine gemeinsame Einführungswoche statt. Hier lernen die neuen 5.Klässler u.a. spielerisch die Schule und ihre zum Teil neuen MitschülerInnen kennen. Ebenfalls wird unser Regelsystem eingeführt. 

Im gesamten Jahrgang gilt dasselbe Regelsystem, welches zu Beginn eines Schul-jahres im Jahrgangsteam unter Berücksichtigung der geltenden Schulordnung ge-meinsam besprochen und festgelegt wird. Besonders in den unteren Jahrgängen hat sich z. B. das Ampelsystem etabliert. 

Ein weiteres an unserer Schule etabliertes System ist der Trainingsraum. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Verhalten zu reflektieren. Sie entscheiden selbst über ihr Verhalten und sind deshalb auch selbst verantwortlich. Dieses Konzept greift bei massiven Unterrichtsstörungen (siehe Trainingsraum-Konzept). 

Das Stufen-Modell greift bei Konflikten oder Verstößen gegen die Regeln außerhalb des Unterrichts (z. B. in den Pausen). Auch hier stehen das Gespräch und die Refle-xion des eigenen Verhaltens im Fokus (siehe Konzept Stufen-Modell). 

Das wesentliche Kommunikationsmedium ist unser Schulplaner. Dieser dient nicht nur zum Notieren der Hausaufgaben und Leistungskontrollen seitens der Lernenden, sondern auch zum kurzen Austausch von Informationen zwischen Eltern/Erziehungs-berechtigten und Lehrkräften. Hier sind auch die wichtigsten Regularien unserer Schule zu finden (z.B. Schulordnung, Trainingsraum-Konzept) und unser Leitbild. Das Führen des Schulplaners wird vor allem im Jahrgang 5/6 trainiert und ist bis zur 10. Klasse ein wichtiger Bestandteil im Unterricht. Ein weiteres wichtiges Kommunikati-onsmedium neben dem Schulplaner ist die Nutzung von IServ. Hier können die Ler-nenden und Lehrenden z.B. Informationen über E-Mails austauschen oder Aufgaben im Aufgabenmodul eingestellt werden, sodass Lernende auch von Zuhause aus Un-terrichtsinhalte bearbeiten können. Ebenfalls können Dateien seitens der Lehrkräfte sowie der Lernenden hochgeladen werden. Lehrkräfte tragen im Kalender Termine oder im Klausurplan geplante Klassenarbeiten ein, die auch für Schülerinnen und Schüler sichtbar sind. 

Die Projekttage werden fächer- und klassenübergreifend innerhalb eines Jahrganges organisiert und gestaltet. Bei den jeweiligen Projektthemen steht vor allem der Aspekt Prävention im Fokus. Weitere Aspekte, die berücksichtigt werden, können die jeweilige Jahreszeit, das Curriculum der Fächer oder gegebenenfalls das Schülerinteresse sein. Die Projekttage finden an drei Tagen direkt nach den Halbjahresferien und im Februar statt. Bewährt haben sich folgende Themen: 

Klasse 5: Ernährung / Anti-Mobbing-Koffer 

Klasse 6: Cybermobbing / „Umgang mit neuen Medien“ 

Klasse 7: Sexualität 

Klasse 8: Sucht 

Klasse 9: Berufsorientierung 

Klasse 10: Prüfungsvorbereitung (Probeprüfungen). 

Die Zusammensetzung der Schülergruppen in den Projekttagen erfolgt durch das Jahrgangsteam. Bei der Einteilung soll darauf geachtet werden, dass die Schülerinnen und Schüler einer Gruppe sowohl aus unterschiedlichen Klassen bzw. leistungshetero-gen gebildet werden. 

Am Ende des Schuljahres wird im 7. Jahrgang ein Kompetenzfeststellungsverfah-ren (Berufsorientierung) durchgeführt. Hier werden individuelle Fähig- und Fertigkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler ermittelt. 

5. Schulsozialarbeit 

In unserem Team sind SchulsozialarbeiterInnen, eine Beratungslehrerin und pädago-gische MitarbeiterInnen. 

Die Schwerpunkte der Schulsozialarbeit stützen sich sich auf die Pfeiler Beratung und Unterstützung, Prävention sowie Konzeptarbeit und Netzwerkarbeit. Die Unterstüt-zung der SchulsozialarbeiterInnen kann von SchülerInnen, Eltern, Lehrkräften und MultiplikatorInnen in Anspruch genommen werden. Unter Wahrung der Schweige-pflicht und der Freiwilligkeit arbeiten die SchulsozialarbeiterInnen überparteilich und lösungsorientiert. Sie stehen als Ansprechpartner bei Schwierigkeiten, Problemen, Kri-sen. Fragestellungen im Jugendbüro montags bis donnerstags von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr und freitags von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr zur Verfügung. 

Die Beratungslehrerin unterstützt sowohl SchülerInnen und Schüler, Eltern als auch das Kollegium. Sie begleitet und unterstützt bei auftretenden Problemen. Dies können Schwierigkeiten im Elternhaus, mit Freunden oder Sorgen und Belastungen in der Schule sein. Sie unterstützt SchülerInnen bspw. in Klärungsgesprächen mit Lehrkräf-ten oder den Eltern. Auch gibt sie KollegInnen Hilfestellungen im Umgang mit schwie-rigen Klassen oder SchülerInnen. Eltern werden in verschiedenen Bereichen unter-stützt und begleitet. 

Die Pädagogischen MitarbeiterInnen unterstützen z. B. die Lehrkräfte nach Bedarf im Unterricht und leisten individuelle Hilfen für einzelne Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge. Die pädagogische Mitarbeiterin Inklusion (PMI) ist überwiegend in den Jahrgängen 5 und 6 tätig. 

6. Abschließende Bemerkungen 

Das Konzept des Jahrgangsteams bietet Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerin-nen und Lehrern in weitaus größerem Umfang als bisher einen selbstgestalteten Le-bens- und Arbeitsraum in der Schule. 

Räumliche und personelle Kontinuität vermittelt soziale Geborgenheit und schafft so-ziale Verpflichtung und Verbindlichkeit. Die Organisation und Durchführung sowie die pädagogische, fachliche und methodische Vorbereitung von Unterrichts- und Projekt-vorhaben ermöglicht eine Arbeitsentlastung. Die langjährige Zugehörigkeit zu einem Team schafft Vertrautheit sowie emotionale Sicherheit und ermöglicht einen konstruk-tiven Umgang mit Schwächen und Stärken. 

Lüchow, 2021 

Inklusion

An der Jeetzel-Oberschule werden in jedem Jahrgang Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf unterrichtet.

Hierbei handelt es sich um alle Bereiche der Unterstützung: Lernen (LE), emotionale-soziale Entwicklung (ES),Sprache (SR), geistige Entwicklung (GE), körperliche und motorische Entwicklung (KM), Sehen (SE), Hören und Kommunikation (HK).

Die Jeetzel-Oberschule und das RZI (Regionales Beratungs- und Unterstützungszentrum für inklusive Schule) Lüchow-Dannenberg teilen sich ein Gebäude. Die Räumlichkeiten des RZI befinden sich im Altbau.

Die Mobilen Dienste der Landesschulbehörde und der Wendland-BUS (schulische Erziehungshilfe) stehen uns zur Beratung sowie Unterstützung zur Verfügung.

Pro Jahrgang werden zurzeit eine oder zwei Inklusions- bzw. Integrationsklassen geführt, in denen Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf unterrichtet werden. Die Förderschullehrkraft arbeitet eng mit der Klassenlehrkraft und den Fachlehrern zusammen.

Genaue Informationen zur Umsetzung der Inklusion entnehmen Sie bitte dem Inklusionskonzept. Es ist über die Didaktische Leitung der Jeetzel-Oberschule erhältlich.

Gesund Leben Lernen

Lüchow, 23. September 2019. 

Die Jeetzel Oberschule aus Lüchow nimmt zum 2. Mal an dem niedersächsischen Programm „Gesund Leben Lernen“ (GLL) teil. Die Teilnahme ist auf eine Laufzeit von zwei Jahren angelegt. Ziel ist, den „Lern- und Arbeitsort Schule“ dauerhaft zu einer möglichst gesunden Lebenswelt zu entwickeln. Schüler und Lehrer sollen gleichermaßen profitieren. Seit 2003 haben über 250 niedersächsische Schulen an dem Projekt teilgenommen.

„Von unserer ersten GLL-Phase von 2006-2008 hat die Schule deutlich profitiert und bis heute ist eine Nachhaltigkeit spürbar. Jetzt möchten wir in einer zweiten Phase uns noch einmal auf dieses Thema konzentrieren. Erste Vorstellungen, welche Aspekte gesunder Lebens- und Arbeitsverhältnisse wir als an unserer Schule verwirklichen könnten, gibt es auch schon“, sagt die Didaktische Leiterin Hilke Sonderhoff.

Bei „GLL“ handelt es sich um ein Kooperationsprogramm zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen. Das Niedersächsische Kultusministerium stellt eine Lehrerstelle für die Programmleitung zur Verfügung. „Die AOK war seit Beginn an GLL beteiligt und stellt auch zukünftig mehr als 20 Präventionsfachkräfte für die Begleitung der Schulen bereit“, beschreibt Carsten Hammler, Geschäftsführer Gesundheitsmanagement Prävention bei der AOK Niedersachsen, das Engagement.

AOK-Präventionsberaterin Doris Beckmann aus Lüneburg weiß, in welchen Bereichen häufig Verbesserungspotenziale schlummern: „Weniger Lärm im Klassenzimmer oder auf den Fluren, ein ausgewogener Pausenimbiss, eine bewegungsfreundlichere Gestaltung des Schulhofes sind nur einige Beispiele. Gemeinsam arbeiten Schüler, Lehrkräfte und Eltern daran, die Lern- und Arbeitsbedingungen gesünder zu gestalten. Unsere Aufgabe besteht hauptsächlich darin, die Steuerungsgruppe und entstehende Gesundheitszirkel zu moderieren.“

In diesem Jahr starten dreizehn niedersächsische Schulen mit dem Programm „GLL“. Interessierte Schulen können sich bei der AOK in Lüneburg unter Telefon 04131 715-25645 oder unter www.gll-nds.de informieren.

Mit dabei in Hannover waren unsere Schülerinnen Emely Schulz und Angelina Nitscher, unsere Elternvertreterin  Frau Koch und aus dem Kollegium Frau Gebauer, Frau Fischer und Frau Sonderhoff.

GLL-Schulen stellten ihre Projekte vor und so manche gute Idee wurde aufgegriffen.