Klassenfahrt nach Hastings

Sonntag, 14. September

Kurz nachdem das neue Schuljahr begonnen hatte, machen sich zwei unserer drei Abschlussklassen gleich wieder „vom Acker“. Sie steigen in ihr letztes  Jahr an unserer Schule mit einer Klassenfahrt ein, die bereits lange vor den Sommerferien geplant und von den Klassenlehrern organisiert worden war.

Ziel ist Hastings – eine englische Hafenstadt am Ärmelkanal – und das Besondere dieser Fahrt ist die Unterbringung bei Gastfamilien. Abgesehen vom Aufenthalt in einem fremden Land mit einer Sprache, die unseren „Großen“ zwar seit 5 Jahren mehr oder weniger vertraut ist, bereitet  manchem die Aussicht, in dieser Sprache mit den Gasteltern kommunizieren zu müssen, doch einiges Bauchgrummeln. Aber weil die Rückmeldungen der Vorgängerklassen durchgängig positiv waren, entwickelte das Hastings-Programm in den letzten Jahren eine große Beliebtheit unter den Abschlussfahrten und so machen sich die 10a und die 10b gespannt auf den Weg.

Man trifft sich am Sonntagmorgen kurz nach 5 Uhr (!!) auf dem Busbahnhof, wo bereits der Bus mit der Abschlussklasse der Gartower Oberschule wartet, verstaut das Gepäck, verabschiedet sich knapp von den Eltern und besteigt erwartungsfroh den Bus. Nach einigen „Turbulenzen“ rollt dieser schließlich um 5:38 Uhr aus der Kreisstadt. Da bereits in Uelzen die meisten Schüler schlafen und sich nur zu den Pausen aus dem Bus rollen, bekommen nur wenige mit, dass wir durch vier (mit Groß Britannien fünf) verschiedene Länder fahren.

 

Aber als unsere Fähre um 17:15 Uhr (MEZ) von Calais nach Dover ablegt, sind alle wieder hellwach und machen zwei Stunden später Fotos von den Kreideklippen der englischen Südküste in der Abenddämmerung.

Bei der abenteuerlichen Fahrt („falsche“ Straßenseite, schmale Straßen ohne Fahrbahnmarkierung) durch das wildromantische Weideland Sussex erhalten wir von unserem Busfahrer Maik aus dem Emsland so ganz nebenbei viele Informationen über Land, Leute und (!) Schafe. Maik ist überhaupt ein cooler Typ, klare Ansagen, absolut sicherer Fahrstil – selbst im dicksten Verkehr Londons verhält er sich, als wäre er dort geboren und schon als Kleinkind Bus gefahren.

 

Wir erreichen Hastings und um 20:00 Uhr organisiert Jackie, unsere Betreuerin, das Verteilen unserer Schützlinge auf die Familien der Oldtown von Hastings.

Geschafft!
Auch die Lehrer beziehen ihr Quartier und sind froh, dass bisher alles ganz „rund“ lief.

Montag, 15. September

Treffen am „boating lake“, die Lehrer sind sehr gespannt auf die Rückmeldung.

Alle sind zufrieden und erzählen z.T. begeistert von ihren Erlebnissen in den Gastfamilien, offensichtlich hatten nur wenige erwartet, sich so gut verständigen zu können. Das lässt doch für die mündliche Abschlussprüfung in Englisch hoffen, oder? (o;
Die drei Klassen erhalten in kleinen Gruppen Stadtführungen (guided walks)

 

WIE  klein die mittelalterlichen Häuser sind,

ist letztlich eine Frage der Perspektive!

Manch einer wäre wahrscheinlich sogar mit einer Telefonzelle zufrieden,
wenn …
die nicht noch in Betrieb wäre.

Nach der Führung stärken sich einige mit der „gewohnten Qualität von Mäcces“, während andere sich an „fish and chips with salt and vinegar“ heranwagen.

Mutig, wegen der riesigen Portionen, aber lecker und „very british“!

Nachmittags mit dem Bus nach Rye, wo uns die Stadtgeschichte der mittelalterlichen Hafenstadt anhand eines riesigen Modells
mit kleinen Anekdoten und „gruseligen Lichteffekten“ nähergebracht werden soll.

Wie man sieht, sind alle sehr interessiert!

Info: Hastings und Rye gehören zur Allianz der Cinque Ports, im 11. Jhdt. ursprünglich von fünf Hafenstädten zum Schutz vor Angriffen gegründet. Einflussreiche militärische und wirtschaftliche Macht im spätmittelalterlichen England. Heute hauptsächlich wirtschaftliche Zusammenarbeit der Hafenstädte an der Kanalküste Südostenglands.
(Quelle: Wikipedia)

Parish Church St. Mary: 12. Jhdt. Ist viele Umbauten  heute eine Mischung aus Norman-, Early-English-, Decorated- und Modern-Stil.
(Quelle: WikiPeter)

Dienstag, 16. September
8:00 Uhr Abfahrt nach London
Stadtrundfahrt mit June (Guide)
Spaziergang um St. Paul´s Cathedral
Millennium Bridge
Freizeit
London Eye

 

 

Mittwoch, 17. September

  • 8:30 Abfahrt nach Dover

Dover Castle in kleinen Gruppen erkundet

 

Britische Museen fordern ausdrücklich zum „Anfassen“ auf.


Weiterfahrt nach Canterbury (kleiner Stadtrundgang)

  • Freizeit
  • Power-Shopping im Outlet-Center in Ashford (110 Läden)

Donnerstag, 18. September

  • 8:30 Uhr Abfahrt nach Beachy Head
  • An der Steilküste entlang nach Eastbourne und das Ganze noch einmal in die andere Richtung nach Birling Gap

Danach Rückfahrt und Freizeit zum Einkaufen


War ja ganz nett, aber auch ziemlich anstrengend!


Vom vielen Laufen (und von CocaCola!)
kann man schon mal …... ein Horn bekommen!


Freitag, 19. September

  • 8:00 Uhr Treffen und Gepäck in den Bus laden
  • Abfahrt nach London/Greenwich

Weltzeit: Greenwich Mean Time ( GMT) wurde 1972 durch die
           koordinierte Weltzeit abgelöst (UTC)


Nullmeridian: und wir genau drauf

Themse-Fahrt mit der Fähre von Greenwich nach Westminster


Insgesamt viele tolle Eindrücke von London aus dieser Perspektive

Tower-Bridge


London Eye


  • Themse-Fahrt endet um 12:00 Uhr  bei Big Ben mit 12 Uhr Glockenschlag

Mit der Tube von Westminster bis South Kensington.

Wahlpflichtprogramm:
National History Museum
Imperial War Museum
Science Museum

Danach Freizeit; Camden Market


18:30 Uhr Treffen Bond Street
Gemeinsam U-Bahnfahrt zum Bus
Fahrt nach Dover

22:05 Uhr Fähre nach Calais

Nach einer relativ ruhigen Nacht erreichen wir um 11:00 Uhr wieder unsere „beschauliche“ Kleinstadt.

 


Fazit
: Nette Klassen, angenehmer Umgangston, super Wetter, Spitzenprogramm (Hier MUSS ein besonderer Dank an Herrn Mebben gehen, der es im Laufe der Jahre optimiert und ausgefeilt hat!)
Wahrscheinlich ist diese Abschlussfahrt an Leistungen kaum zu toppen!