Klassenfahrt der Zehnten nach Hastings (England) vom 11. - 17.August 2013

(Nicht gerade aktuell, aber nun gibt's endlich Schülerberichte und einige Fotos zu sehen.)

 

Mit dem Bus nach Hastings, 11.August 2013

 Sonntagmorgen um 5 Uhr sollte es losgehen, aber Pustekuchen, das konnten wir uns abschminken, wie sollte es anders sein? Ein Mitschüler kam zu spät, wir mussten eine halbe Ewigkeit warten, ätzend, aber naja, irgendwann ging‘s dann doch noch los, zum Glück. Als alle ihre Decken und Kissen ausgebreitet hatten, sah der Bus sofort gemütlich aus. Dann durften wir uns -wie auf jeder Busfahrt- erstmal einen super informativen Vortrag des Busfahrers anhören, der absolut niemanden interessierte.

Die Busfahrt hat unheimlich lange gedauert bis zur ersten Pause. An einer Autobahnraststätte hatten wir einen Busfahrerwechsel. Wir bekamen noch eine Einweisung, wie man sich zu verhalten hat und was man alles beachten muss. Dieser Vortrag war noch schlimmer als der erste, denn Manni, unser neuer Busfahrer, konnte reden wie ein Wasserfall. In etlichen Pausen konnten wir uns was zu essen kaufen, war aber schweineteuer an den Tanken!  Immer wieder durften wir auch feststellen, wie sauber die Toiletten doch auf einem Rastplatz sind.  Mit dem Bus sind wir durch Frankreich und Belgien gefahren und durften uns die wunderschöne Musik unseres Busfahrers Manni anhören, war super entspannend .

Dann irgendwann ging‘s in Calais zur Fähre. Wir mussten unsere Personalausweise vorzeigen, bevor der Bus in die Fähre hineinfahren durfte.Die Fähre war riesig mit Restaurants und Shops an Bord.  Allerdings fanden nicht alle die 90-minütige Überfahrt nach Dover so toll, eine musste sich übergeben, aber ne in, nicht nur einmal, gleich sieben Mal! Dann kamen wir den „ White Cliffs  “ immer näher und legten in Dover an. Durch hügelige Landschaft fuhren wir an der Südküste weiter in Richtung Hastings. Gegen Abend hielten wir auf einem Parkplatz in Hastings, luden unser Gepäck aus und warteten auf unsere Gasteltern, die uns mit dem Auto abholten. Wer Glück hatte, bekam eine gute Familie, wer nicht, der nicht.

 

 

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Hastings, 12. August

 Am Montagmorgen haben wir in den englischen Gastfamilien gefrühstückt und  uns  den Weg zum Treffpunkt zeigen lassen. Dort konnten wir uns dann  mit den anderen darüber austauschen, wie uns die erste Nacht auf der Insel, das englische Frühstück, die Gastfamilie, das Zimmer und das Haus gefallen hatten.

Die 10a ist mit Frau Schulze und Frau Sandhagen zu einem Stadtrundgang durch die „Old Town “aufgebrochen, während die 10b mit Frau Sonderhoff und Herrn Mebben und einem anderen Stadtführer losgezogen ist.

Nach der Führung (natürlich auf Englisch!) haben wir, die 10a, uns hingesetzt und unsere Lunchpakete gegessen. Mein Paket bestand aus zwei kleinen Brötchen, einer Tüte Chips, einer Tüte Keksen, einem kleinen Kuchen und einem Schokoriegel. Die anderen hatten ähnlichen Tagesproviant von ihren Gastgeberinnen mitbekommen: ganz lecker, aber nicht sehr gesund. losgegangen.
Es gab einiges zu sehen, wie z.B. zwei  Zockerhallen an der Strandpromenade, “ Family Amusement“ genannt, Läden und Supermärkte. Um 15 Uhr haben wir uns am Treffpunkt versammelt, um von dort zum Aquarium zu  gehen. Da fand ich es ziemlich langweilig: viele Fische, ein Hai, ein Tintenfisch und  andere Meerestiere. Um 18 Uhr englischer Zeit (-1h) gab es Abendbrot in den Gastfamilien. Nach dem Essen konnte man sich noch mit den anderen am Strand treffen.

 

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Stadtrundgang in Hastings

 Am 12. August haben wir in Hastings einen Stadtrundgang durch die Altstadt  gemacht. Die Klassen wurden dabei getrennt, die 10a mit ihrem Führer ging einen anderen Weg als die 10b. Der Stadtrundgang dauerte gut eine Stunde und wir haben alle viel von Hastings gesehen und erfahren.  Der Stadtführer der 10b nahm  sich am Strand eine Krabbe und zeigte sie der Runde, obwohl die Krabbe  am Leben war und sich dementsprechend noch bewegte. Er hat auch Fische gezeigt und Witze darüber gemacht. Dann war die 10b noch bei einem „ Käsehaus“ , das dreieckig gebaut und gelb angestrichen an der Ecke stand .  Wir haben den „ Easthill Lift “ gesehen, einen der beiden Schrägaufzüge in Hastings. Der  Waggon stand  oben auf der Schiene, ohne sich zu bewegen. Von unten haben wir  bemerkt, dass der Waggon auf Stützen stand, damit der nicht einfach runter rollte.  In der Nähe war ein kleines Haus mit einer Frau auf dem Dach,  daneben ein Schuppen mit einem halben Roller am Giebel.

In unserer Freizeit nach dem Stadtrundgang  sind wir  in der Neustadt  durch ein paar Geschäfte und Souvenirläden gebummelt. Viele haben sich auch an den Strand gesetzt und sich da unterhalten oder einfach entspannt.

 

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London, 13. August

Am Mittwoch sind wir so gegen acht Uhr morgens mit dem Bus nach London gefahren. Die Fahrt hat ungefähr zwei Stunden gedauert. Die Hälfte der Leute hat im Bus geschlafen, die andere Hälfte hat sich über Mannis Musik beschwert.

Die, die später zu Madame Tussaud `s wollten, sind  mit Frau Schulze gegangen.  Sie hatte mal wieder keine Ahnung von irgendetwas und war total unorganisiert.     Wir  haben dann doch noch einen Stadtrundgang mit ihr hinbekommen und  ein paar Sehenswürdigkeiten gefunden und angeschaut, wie z.B den Trafalgar Square, die berittenen Wachen vorm Eingang des St.James Palace, den Regierungssitz des Premierministers David Cameron in Downing Street No 10 und die Parlamentsgebäude mit Big Ben. Von den Statuen der Staatsmänner am Parliament Square erkannten wir Winston Churchill und Nelson Mandela .  Im St.James Park haben wir mit unseren Lunchpaketen ein kleines Picknick veranstaltet und später Fotos vom Buckingham Palace aufgenommen. Dann ging´s durch den königlichen Park  weiter  zum Piccadilly Circus. Am Piccadilly Circus waren Straßenkünstler, echt super Typen, einer  war als Scream verkleidet, ein anderer als Darth Vader. Wir haben geile Fotos mit ihnen gemacht. Von da aus sind wir dann mit der U-Bahn zu Madame Tussaud´s gefahren. Davor gab es einen Crêpes-Stand, an dem sich eine Freundin eine überteuerte Crêpe für fünf Pfund gekauft hat.

Durch das Wachsfigurenkabinett  sind  wir dann allein oder in kleinen Gruppen gegangen, es gab da drin echt viele bekannte Personen, aber auch viele, die man noch nie zuvor gesehen hatte. Bei Barack Obama, William & Kate und bei der Queen konnte man auch völlig überteuerte Fotos kaufen für 10 Pounds. Es gab auch noch eine Gruselshow, die echt ungruselig war, und einen 4D Film. Außerdem ging man  zum Schluss  noch durch einen Souvenirshop. Also im Allgemeinen war es ganz ok.

Die anderen waren im Natural History Museum.

Nach Madame Tussaud´s konnten wir dann mit der U-Bahn in die Oxford Street fahren und shoppen. Da gab es so gut wie alle Läden. Der Schwarzmarkt war sehr beliebt, und manche Jugendliche haben sich über den Tisch ziehen lassen. Um 6 Uhr  oder so haben wir uns dann alle wieder getroffen und sind mit der U-Bahn nach Greenwich gefahren, wo der Bus wartete, der uns  nach Hastings brachte.

 

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Am Mittwoch, dem 14.08.2013  haben wir auf dem Weg nach Canterbury in Dover die Burg besucht, ein Jahrhunderte altes Bollwerk der Engländer gegen feindliche Angriffe auf die Insel. In  unseren Gruppen haben wir das Gelände erkundet und Teile der Burg besichtigt, wobei sich zwei Schülerinnen aus  der Gruppe von Frau Sonderhoff verirrt haben und dann einfach mit der Gruppe von Frau Sandhagen mitgegangen sind. Zwei Schülerinnen haben ihre Gruppe bei Frau Sandhagen verlassen und sich selbstständig gemacht. Sie haben  einfach andere kleine Kinder geführt und ihnen alles gezeigt.  

Oben auf der Burg haben wir die Aussicht genossen. Wir haben die Fähren gesehen, die vom europäischen Festland über den Ärmelkanal kommen und - wie wir vor einigen Tagen - in Dover anlegen. Überall sind Schauspieler rumgelaufen, die uns vermittelt haben, wer im 13. Jahrhundert in dieser Festung lebte.  Wir hatten viel Spaß:  z.B. war in der Burg der König auf dem Thron, wir konnten uns daneben setzen und uns fotografieren lassen. Der König hat sich – auf Englisch- ganz nett mit uns unterhalten und viele Witze gemacht. Anschließend haben wir uns noch die Räume in der Burg angeschaut, die sehr interessant waren.

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Brighton, 15. August

Die Fahrt von Hastings nach Brighton hat so ungefähr 1 ½ Stunden  gedauert. Wir wurden am Brighton Pier abgesetzt und hatten dann ungefähr eine halbe Stunde Zeit um uns umzusehen. Der Brighton Pier ist ein langer Steg ins Meer mit Fish-and-Chips-Läden, Karussells und Spielhallen mit Automaten, ähnlich unseren Schützenfesten, allerdings das ganze Jahr über geöffnet. Danach sind wir zusammen  zum Royal Pavillion gegangen. Den Royal Pavillion ließ der Prinz von Wales  in den Jahren 1815 bis 1822 für seine Geliebte erbauen. Am Anfang haben wir einen „Audioguide“  bekommen, der aussah wie ein mittelalterliches Telefon mit großen Tasten. Man geht  einfach den Weg durch den Palast , den das Gerät vorschreibt, und bekommt  Erklärungen. Man durfte  nur in bestimmten Gängen hinter den Absperrungen langgehen. Wir haben viele alte  wertvolle, vergoldete Dinge gesehen, die man nicht anfassen durfte. Der Königliche Palast wurde eingerichtet wie ein pompöses Schloss. Wir haben uns aber nicht dafür interessiert und sind schnell durchgegangen. Vor dem Royal  Pavillion haben wir dann auf die Lehrer gewartet, die ungefähr eine halbe Stunde später eingetroffen sind. Herr Mebben mit seinem pinken Regenschirm fand  alles sehr interessant. Dann hatten wir Freizeit. Am späten Nachmittag haben wir uns wieder am Brighton Pier getroffen, wo wir uns noch was zu essen gekauft und das Internet von Burger King genutzt haben. Wir kamen gegen halb sieben wieder mit dem Bus in Hastings an.

 

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16. August: Themsefahrt und London Eye

Am 16.8.2013 sind wir zum zweiten Mal  nach London gefahren. Eine Bootstour auf der Themse von Greenwich nach Westminster stand für den Vormittag auf dem Programm.
Wir sind unter vielen Brücken, auch der Millennium  Bridge und der Tower Bridge, durchgefahren und   haben die Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus gesehen,  wie die berühmten Wolkenkratzer in den Docklands, z.B.“ The Gherkin “ ( die Gurke) und “ The Shard“ ( die Scherbe), aber auch Big Ben und das     London Eye (Riesenrad) .  Einige haben sich mehr für die Katamarane, die an uns vorbeigefahren sind, interessiert. Unser Schiff, oder was es gewesen sein soll, war im Gegensatz zu den Katamaranen ziemlich langsam. Die Fahrt an sich hat mindestens eine Stunde gedauert.

Nach der Themsefahrt sind wir zu einem der berühmtesten Märkte gegangen. „Covent Garden“  sind Markthallen mit vielen kleinen Ständen und ein riesiger Platz, auf dem Straßenschauspieler ihr Unwesen treiben. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit uns umzuschauen. Viele sind mit Herr Mebben mitgegangen, um China Town zu sehen, was aber nicht so groß war, wie man es sich vorgestellt hatte. Viele Läden sind winzig, auch die angebotenen Speisen sahen schon komisch aus,  z.B. die Tintenfische. Da war ein Stand, an dem es etwas Merkwürdiges gab: es sah aus wie eine zu groß geratene Melone  mit Stacheln.

Nach dieser halben Stunde trafen wir uns alle am Platz wieder, um dann zum London Eye zu gehen.
Viele waren im London Eye nicht dabei, aber die haben den wunderbaren Ausblick verpasst. Diejenigen,  die sich gegen die Fahrt im London Eye entschieden hatten, wollten gleich Freizeit und sind entweder essen  oder shoppen gegangen. Sie durften in Dreiergruppen mit der Tageskarte für alle Verkehrsmittel  London unsicher machen. Als die Freizeit vorbei war, sind wir zum Treffpunkt gegangen und haben zufällig  auf dem Weg einen Mitschüler aufgegabelt, der sich verlaufen hatte und ohne Handy zu niemandem Kontakt aufnehmen konnte. Die Lehrer waren heilfroh, als dann doch alle eingetrudelt sind.    Die beiden Schüler, die es nicht schafften, mit allen anderen in die U-Bahn  nach Greenwich zum Bus einzusteigen, waren auch schon sicher genug im Großstadtverkehr und trafen mit der nächsten Bahn im Londoner Vorort ein. Dort konnten wir in einem Supermarkt  noch einkaufen für die Rückfahrt. Der Tag war anstrengend, aber auch interessant.

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Rückfahrt, 17. August

Am Freitagabend wollten wir  alle so schnell wie möglich in den Bus, weil uns unsere Füße verdammt weh taten und wir nur noch sitzen wollten, nachdem wir den ganzen Tag lang in London unterwegs  waren.

Von unseren Gasteltern hatten wir uns schon am Morgen verabschiedet und das Gepäck verstaut. Der Busfahrer hatte den Tag in London im Hotel verbracht, um sich für die Rückfahrt fit zu machen und erwartete uns in der Nähe der U-Bahn-Station Canada Waters  im Süden der Stadt. Um 20.00 Uhr sollte die Heimreise beginnen. Vorher stürmten wir aber noch in den Tesco Markt, um  Essen und Trinken zu kaufen. Genau wie die Hinfahrt dauerte  auch diese Busfahrt ziemlich lange!

Von London nach Dover brauchten wir drei  Stunden. Wir bekamen eine frühere Fähre als geplant, weil die Beamten  an der Grenze nicht kontrollierten, sondern nur fragten, “ Everything  okay ?“ Manni war sehr froh, als er eingewinkt wurde. Es war Mitternacht, genau zwölf Stunden waren vergangen, nachdem wir auf  der Themse  um 12 Uhr das Glockenspiel zum Mittag gehört hatten. Viele waren genervt, weil  sie gerade geschlafen hatten und nun  aus dem Bus aussteigen mussten. Die Überfahrt nach Frankreich kam uns total lang vor und das war sie auch! Vielleicht, weil wir die Uhr wegen der neuen Zeitzone  um eine Stunde vorgestellt hatten.  Andere waren immer noch munter und erfreuten die anderen Passagiere auf der Fähre mit ihrem Gesang. Irgendwann saßen wir dann alle wieder im Bus  und die Fahrt ging weiter. Auf der Autobahn  in Deutschland gab es am Sonnabend einige Staus. Je näher wir Niedersachsen kamen  desto  schwieriger  wurden die zeitraubenden Umleitungen. Wir waren dann alle ziemlich froh,  als wir wieder in Lüchow waren und unsere Eltern sehen konnten.