Tagesfahrt zum Landtag

Bericht von Alina Suchlich, 10b

 Als gelungene letzte gemeinsame Unternehmung der 5 Abschlussklassen der Oberschule Lüchow, der Wilhelm-Warmbold-Schule und der Abschlussklasse der Gartower Elbtalschule erwies sich die Tagesfahrt nach Hannover.

 

Los ging es um 8:30 Uhr mit dem Bus. Als wir nach ca. 2 Stunden in Hannover ankamen, begannen wir mit einer Führung im Landesmuseum. Eine Museumsführerin erzählte uns viel über kunstgeschichtliche Epochen und die verschiedenen Merkmale von Portraitmalerei. Für die etwas konditionsschwächeren unter uns gab es sogar Klapphocker, auf denen wir uns bei jedem Bild auf das Betrachten konzentrieren konnten. Nach der Führung stellte sich heraus, dass ein Museumsbesuch nicht immer langweilig und öde sein muss, sondern auch äußerst interessant sein kann.

Nach der Führung hatten wir von 12:30 bis 15:00 Uhr Freizeit, in der wir die Innenstadt von Hannover nutzen konnten. Als unsere zweieinhalb Stunden Vergnügungszeit  um waren, sind wir zum Landtag gegangen, wo unser gemeinsamer Treffpunkt war. Dort wurden wir von einer Dame begrüßt, die uns in einen Raum führte, in dem wir uns als Einführung in das Thema einen Film über den Niedersächsischen Landtag angesehen haben. Im Film haben junge Abgeordnete über ihre Arbeit im Landtag berichtet.

Danach wurden wir in den Plenarsaal auf eine Tribüne geführt. Dort nahmen wir alle Platz und hörten einer Debatte der Politiker zu, die sich um die Neuregelung des Vollzugs der Unterbringung in der Sicherheitsverwahrung in Niedersachsen drehte.

Die Debatte war sehr lebhaft und spannend und hat viele Schüler neugierig gemacht. Die Politiker der verschiedenen Fraktionen applaudierten oder machten ihrem Unmut durch Zwischenrufe Luft. Ständig klingelte die Glocke des Landtagspräsidenten, weil die Redezeit überschritten wurde.

Nach der Sitzung im Plenarsaal hatten wir die Chance, mit Abgeordneten aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg und Lüneburg zu reden. Wir konnten ihnen Fragen stellen, die uns schon lange interessiert und bewegt haben, so zum Beispiel: Warum erhalten Menschen in Pflegeberufen so wenig Geld, obwohl sie schwer arbeiten? Warum gibt es Ausbildungsplätze, wo die Auszubildenden noch Geld dazu bezahlen müssen, anstatt ein Lehrlingsgehalt zu bekommen? Wie geht es mit Gorleben weiter? Die Politiker haben versucht, alle unsere Fragen zu beantworten, aber leider hat das nicht immer geklappt, was auch an der mangelnden Zeit lag.

Zum Schluss kann man sagen, dass wir durch den Besuch im Landtag einen besseren Einblick in die Politik bekommen haben. Der Landtag ist auf jeden Fall einen Besuch wert.